
Tahir Arun
Ausgesprochen brummig, das kommt einem vermutlich als erstes in den Sinn, wenn man dem 1,90 Vat großen Mann gegenübersteht. Wirkt sein Gesicht doch häufig ernst und verschlossen. Müßte man sein Alter schätzen, so würde man sicherlich Mitte bis Ende 30 sagen. Sein derzeitiger Kleidungsstil mag die eher brummige Art noch unterstreichen. Er trägt eine weisse Hose, deren Beine in schwarze Stulpenstiefel gesteckt wurde. Das weisse Hemd welches er trägt, besitzt leichte Rüschen an den Ärmeln und am Kragen. Dieses Hemd trägt er nicht hochgekrempelt, wie er Hemden sonst zu tragen pflegte, hat er die Lederschienen, die seine Unterarme bedecken, einfach darüber gebunden so daß die Rüschen am Handgelenk herausschauen. Auch ist es recht eng geschnitten so das sich der feine Stoff um die Oberarme schmiegt. Der Ausschnitt reicht fast bis unterhalb der Brust, und besitzt eine Schnürung, die jedoch nicht zugebunden ist. Über dem Hemd trägt er einen Mantel, dessen Schnitt etwas eigenwillig erscheint, war es defintiv zu mehr gedacht als nur als Mantel getragen zu werden. Eng schmiegt sich das schwarze Leder an den Körper des Ashrabadi, betont seinen muskulösen Oberkörper. Der Mantel ist ärmellos und besitzt nur einen kleinen Stehkragen. Auch der Mantel hat einen Ausschnitt, läßt so den Blick auf das Hemd frei. Etwa unterhalb der Brust bis zur Taillie, wird der Mantel mit drei Schnallen eng an seinen Körper geschlossen. Danach beginnt der Mantel weiter zu werden und geht vorn seitlich weg, eher wie bei einem Umhang.
Neben einem Ohrring und dem Ehering, trägt er an Schmuck noch ein Medallion. Es ist ein hölzernes Amulett aus hellem, fast bernsteinfarbenen Holz, hebt es sich so auch recht deutlich von seiner dunklen Haut ab. Ein Tigerkopf ist in der Mitte zu sehen, nicht größer als eine Dublone, aber dennoch so detailiert geschnitzt, dass die drohend gebläckten Zähne und die angelegten Ohren die Kampfeslust verraten. Hinter dem Tiger kreuzen sich zwei einfache Schlüssel, an deren Enden ein Lederband eingefädelt ist mit dem der Mann es um den Hals trägt.
Recht häufig mit undeutbarem Gesichtsausdruck, fixiert er sein Gegenüber aus seinen dunklen, fast schwarzen Augen heraus. Die Herkunft Ashrabads kann man ihm unmöglich absprechen, zeugt die dunklere Hautfarbe und die schwarzen Haare, welche zu vielen Zöpfen verflochten sind, eindeutig davon. Ein feiner Bart zieht sich um seinen Mund, ordentlich gestutzt und gepflegt. Tahir ist nicht nur auf sein Äußeres bedacht, schreibt ihm der ein oder andere gar eine große Eitelkeit zu, sofern er sich nicht wiedereinmal in einer seiner Rumphasen befindet, welche jedoch eher selten geworden sind.
Unter normalen Umständen ist Tahir ein schweigsamer und zurückhaltender Mensch, doch wenn er etwas sagt, so ist dies stets ehrlich, redet er doch wie es ihm in den Sinn kommt. Ob dies nun von Arroganz, Dummheit, oder schlicht Offenheit zeugt, sei dahingestellt. All die Jahre in denen er auf den Planken eines Schiffes zugebracht hat, haben ihn jedenfalls zu dem gemacht was er ist, und so ist es nicht verwunderlich daß er lange Zeit die rauhe See, allem anderen vorgezogen hat.
Nur wenige Jahre liegt es zurück, daß Tahir sein Schiff verlor, doch hat er sich seither um einiges verändert. Möglicherweise weil er dadurch gezwungen war sich mehr mit den Bewohnern der Städte auseinanderzusetzen. Böse Zungen spekulieren eher das eine Frau es geschafft hat ihn zu zähmen. In jedem Fall geht Tahir mittlerweile doch offener mit den Leuten um, redet häufiger und lacht sogar recht gern. Alte Gewohnheiten legt man jedoch nur schwer ab und so sieht man ihn dann doch noch ab und an in einem Rum- oder Etrusharausch.










